Beitragvon MissDreamy » 29. Nov 2012, 01:00 Sicher. Der gestrige Abend samt provinziellem Weihnachtsmarkt und Spontanessen zu viert in ihrem derzeitigen Lieblingsloungelokal hatte ihr gut getan. Aber auch der war vorbei. Die Zeit war ihr entglitten... Irgendwie.
Beitragvon MissDreamy » 29. Nov 2012, 01:03 Morgen würde es erstmalig in diesem Jahr Schneeregen geben. Falls es bis nächste Woche Glatteis geben würde, würde sie nicht an den drei Tagen, die sie sich vorgenommen hatte, nach Essen zu fahren, das Auto nehmen. Das stand fest. Lebensmüde war sie nicht, nur müde.. Möglicherweise würde noch nicht einmal aus der Kölnfahrt am Wochenende was werden... Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 30. Nov 2012, 03:22 Weswegen sie sich noch einen rauhnächtlichen Morgenkaffee machte, den sie in Köln um diese Uhrzeit auch sicherlich noch in einer Clubbar bekommen hätte...
Beitragvon MissDreamy » 30. Nov 2012, 03:26 Was gab es nun Schöneres als ein heisses candle-light Bad mit Aroma-Ölen? Sie wollte sich weiter darauf freuen bis zum nächsten Abend, liess sich Zeit. Genau: Von nun an, Zeit lassen... Was eigentlich sollte in ihrem Leben grossartig wegglaufen?
Heute abend würde sie für ihren Schatz kochen und sie würden es sich so richtig gemütlich machen. Lichterketten hatte sie bereits aufgehängt.
Beitragvon MissDreamy » 1. Dez 2012, 01:58 Auch Verlustängste würde sie in ihrem neuen Lebensjahrzehnt abschaffen. Ein Schmerz, von dem sie sich gern trennte. Menschen kamen und gingen wieder aus ihrem Leben, so einfach war das.
Je öfter das passiert war, desto abgebrühter wurde sie.
Und es war dennoch immer weitergegangen. Nicht wirklich dramatisch imgrunde. Meist hatte dies dann auch seinen Sinn.
Wenn sich eine Tür schliesst, öffnet sich die Nächste - war Resümee dazu.
Beitragvon MissDreamy » 4. Dez 2012, 02:59 Wahrscheinlich wäre sie dann nicht mehr zurück in ihre Heimatstadt von Köln aus gezogen.
Aber sie bereute es nicht. Auch hier waren einige lieb gewonnen FreundInnen mit ihr warm geworden und sie war angekommen. Dachte sie zumindest nun. Fast 5 Jahre hatte dieses neue Wiedersehen mit ihrer alten Heimatstadt nun angedauert und es könnte möglich sein, dass daraus weitere 5 Jahre werden würden. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 4. Dez 2012, 03:22 Hätte sie bei der Stadt Mönchengladbach, die gerade erst mit Tempo 30, Radverkehr und Kreisverkehren angefangen hatte, Karriere gemacht, hätte sie alles, was sie bereits in Köln gezeichnet hatte, wiederholt anwenden müssen. Es wäre also sehr leicht gewesen. Zu leicht. Es hätte zur geistigen Unterforderung geführt und depressive Schübe bei ihr ausgelöst. Es war nicht ihr Lebenswerk. Das hatte sie bereits in einem anderen Leben in ihrer Wahlgrossadt Köln hinter sich gelassen.
Beitragvon MissDreamy » 4. Dez 2012, 03:26 Das letzte Jahrzehnt war komplett für ihr Privatleben drauf gegangen und sie hatte sich oft wie auf einem emotionalen Scherbenhaufen gefühlt. Ihr Kinderwunsch war nicht in Erfüllung gegangen. Nun also weitere 10 Jahre ohne Kinder. Stattdessen Karriere, um für Kinder Geld zu haben. Aber wäre dies nicht auch eine Wiederholung von allem? Würde denn nun gar nichts Neues mehr in ihrem Leben passieren? War sie Denkerin auf Lebenszeit? Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 4. Dez 2012, 03:46 Ihr Leben lang hatte sie sich gewwährt, Fachidiotin zu werden.
So hatte sie nicht nach ihrem Abitur in Physik und Mathe LK Naturwissenschaften studiert, sondern auf Geisteswissenschaften gewechselt. Dann wollte sie mehr praktisches Wissen und hatte aufs Architekturstudium gewechselt. Worauf sie bemerkte, dass das soziale immer wieder wichtig war. Hatte Sozialpädagogik studiert. Endgültiger Studienabbrauch nach 8 Semestern. Arbeiten...
Beitragvon MissDreamy » 4. Dez 2012, 03:48 Ihrer Toleranz im Denken hatte sie stets genügend Platz eingeräumt. Dachte sie zumindest... Sie war imgrunde reichlich kleinkariert gewesen. Schon wieder diese Selbstzweifel. Wie sie diese Spiralen im Denken hasste. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 22. Dez 2012, 04:17 Warum hatte sie auch immer dieses Gespür dafür, wenns einer ihrer Lieben schlecht ging. Aber wie immer war auf sie Verlass und sie musste sich nun mitten in der Nacht kümmern und freiwillig ihre kranke Freundin betreuen, sie war es ihr wert.
Sie würde einen Kaffee trinken und sich auf eine längere Reise heute nach Essen vorbereiten... Es waren Komplkationen nach der OP aufgetaucht und Ute musste sich wieder einer Untersuchung unterziehen. Gut, dass es die Literatin der Moderne gab
Beitragvon MissDreamy » 23. Dez 2012, 23:34 Noch mal gut gegangen. Ute war nur unsicher gewesen und hatte alles nochmal abchecken lassen, war auch ok so.
Am nächsten Tag liessen sie es sich gut gehen und waren zu dritt bei der Literatin der Moderne. Es regnete. Ihr Schatz machte einen Jahresrückblick und freute sich offensichtlich nun doch auf Weihnachten. Ute war eher lustig gestimmt und nach einem kulinarischen einfachen Frühstück gegen Nachmittag, hatten sich alle drei soviel zu erzählen vom diesem Jahr, dass die Zeit schnell umging und die Literatin der Moderne zufrieden war mit allem.
Sie fuhr beide wieder zu sich nach Hause und hatte vorübergehend Utes Wagen, was ihr guttat, da sie sowohl mit dem Navi dazulernen konnte als auch wieder Fahrpraxis hatte. Sie, die liebend gern selbst immer fuhr.
Es war rundum ein erholsamer Tag gewesen...
Morgen würden sie dann chinesisch Essen gehen und abends bei Ute Spiele spielen oder basteln oder auch malen... Zusammen mit einem Bekannten und noch einer Bekannten, zu fünft in Utes Haus.
Am 1. Weihnachtstag war sie bei ihren Eltern, wo auch ihre beiden Schwestern sein würden.
Beitragvon MissDreamy » 3. Jan 2013, 23:45 Sie war wieder mal kilometerweit gefahren und hatte nachgedacht: Über ihre Schwestern, die Kinder ihrer Frau und die Kinder, die sie nicht gehabt hatte. Hatte baby born Klamotten im second hand für die Jüngste ihrer geliebten Frau gekauft... War in einer Expressionisten-Ausstellung gewesen und hatte Leute mit Hut gesehen dort... Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 9. Jan 2013, 00:51 Sie war nicht Mutter, sie war Co-Mutter, das musste ihr klar bleiben... Dennoch liebte sie Kinder und die ihrer Süssen waren ihr besonders ans Herz gewachsen. Obwohl es so viel Schwierigkeiten und Steine im Weg von aussen gegeben hatte bisher.
Beitragvon MissDreamy » 9. Jan 2013, 04:38 So würden sie nun also im 5. Jahr ihrer Zweisamkeit ankommen... Durchaus möglich, dass sie ihre letzte Beziehung bleiben würde und sie alle ihren Exen zeitlich toppen könnte mit ihr.
Zumindest waren die Vorraussetzungen dazu gegeben, es war keine Fernbeziehung und ein Alltag hatte sich auch gut eingependelt, welcher in unregelmässigen Treffs bestand, die immer wieder stattfanden. Das mit den getrennten Wohnungen war für sie ok und vielleicht mittlerweile auch gut so. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 10. Jan 2013, 02:30 Ok. Ein Selbstportrait würde sie schon noch hinbekommen. Skittiert mit Bleistift, Dann auf Aquarellblock mit Ölpastellkreide...
Beitragvon MissDreamy » 12. Jan 2013, 01:44 Es war ein geselliger, unterhaltsamer Abend gewesen und sie war in ihrer Stadt angekommen. Natürlich hatte dies seine Zeit gedauert und längst schon hatte sie die Hoffnung aufgeben wollen, aber nun wurde es doch recht interessant, dieses Mönchengladbacher Nachtleben... Eigentlich hatte sie gar nicht rausgehen wollen, aber sie war angenehm überrascht, mit welchen neuen Wesenheiten sie ihre neue Freundin bekannt machte. Sie liess sich überraschen, was daraus werden würde... Endlich war sie auf offene Ohren gestossen...
Es tat gut, sich mal auszuquatschen und sich ihrem eigenen Widerstreben gegen die Gesellschaft zu widersetzen, entgegenzusetzen und es auf ein Experiment ankommen zu lassen. Sie hatte das Gefühl, von einer Energie getrieben zu werden, die sie bis dahin nicht mehr von sich gekannt hatte. Sich verbal zu artikulieren und dennoch richtig verstanden zu werden ohne das Versteckspiel des Kampfes der Besserwisserei..., einfach so, wie frau ist, geliebt zu werden von immer interessanter werdenen Kreisen... Wie das? War sie zulange eingesperrt gewesen in ihre Gefühle? Geradezu erlösende Gedanken und Energien wirkten derart zentrifugal in ihr, dass sie sich überlegen musste, ob sie es erst geniessen oder weiter ausbauen sollte... Langsamkeit machte sich als Genuss in ihren Gedanken breit. Erfüllung ohne Sex durch allein einfache Kommunikation hatte es schon länger in ihrem Dasein nicht mehr gegeben, nun konnte sie vielleicht doch mit ihrem geänderten Sosein existieren... War das der Sinn bei der gesamten Sartre-Beauvoir Existenzphilosophie? Sie hatte verstanden, worum es ging und es machte wieder einen Sinn, weiterzuleben. Es würde ein Frühjahr kommen, diese Hoffnung hatte sie nicht verlassen. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 14. Jan 2013, 02:52 Und wieder mal hatte sie verschlafen, ihre neue Bekannte ganz offensichtlich auch. Umso besser, dann brauchte sie sich nicht zu entschuldigen.
Nachmittags war sie wach geworden, hatte gefrühstückt und war abends noch kurz bei ihrer Süssen gewesen und der Stadt mit den drei Lokalen in einem der drei verschwunden, um einem Freund zum Geburtstag zu gratulieren.
Beitragvon MissDreamy » 14. Jan 2013, 02:56 Endlich war das internet mal still und jeglich der tote Gegenstand eines technischen Gerätes geworden, so dass ihr nur die Geräusche der Tastatur auffielen. Der Nachtcafe, den sie soeben aufgebrüht hatte gurgelte langsam durch ihren Hals und zerfiel in Geschmack von Lebendigkeit, wie sie sich sie stets wünschte, um die Musse des Malens zu geniessen. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 14. Jan 2013, 02:59 Was nutzen all die Worte? Sie sollte einfach durch die gegend fahren mit dem Wagen, der vor ihrer Tür stand. Meditieren im Auto hatte sie auch zu früheren zeiten stets geliebt... Zur Tanke fahren oder einfach zu Hause bleiben, eigentlich war es ihr völlig egal, wo sie gerade war. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 14. Jan 2013, 03:03 Sie hatten einen Garten gehabt in ihrer Kindheit, nicht weit von hier, wo sie gerade tippte... Der Birnbaum, war er noch da? Wo sie immer bis in die Spitzen raufgeklettert war, wenn sie sich mal wieder aufgeregt hatte. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 14. Jan 2013, 03:05 Imgrunde war alles noch da, nur älter geworden. Ihr Schulweg, die ihr verhasste Grundschule des letzten halben Jahres dort, die zuvor ein Kinderparadies für sie gewesen war. Ihre Grosseltern hatten dort gelebt und ihre Eltern hatten Mehrfamilenhaus bauen lassen. Der Renter, der sich an ihr vergangen hatte, war schon längst tod. Und das war gut so. Weitere Übergriffe von Männern hatten ebenfalls ihre Seele getroffen und verletzt. Sie würde sich nicht mehr treffen lassen! Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 14. Jan 2013, 03:08 Warum war sie ausgerechnet hierhin zurückgekehrt? Die Stadt mit der einen Tankstelle und den zwei Cafes... Im Vergleich zu Köln war es doch tatsächlich recht provinziell hier, eine Stadtteilkneipe und ein Kiosk war alles in ihrer unmittelbaren Umgebung. Diese machten pünktlich Schluss, wie es sich auf dem Land gehörte...
Sollte sie eine lange Reise antreten? Oder wieder wegziehen? Imgrunde war alles hier für sie nun abgeschlossen, d.h. sie hatte nun innerlich damit abgeschlossen. Es war passiert und niemand hatte es verhindern können. Nicht mal sie selbst. Er hatte ihre Naivität ausgenutzt.
Sie hatte nun also die Selbstheilungsmethode angewandt und war zu diesem Tatort zurückgekehrt, um sich davon frei zu beschwören. Es war ihr gelungen, aber es hatte sie geprägt. Verzeihen konnte sie es, nicht aber vergessen. Und es ging weiter mit der Unterdrückung ihres Geschlechts. Egal, ob in der Provinz oder der Grosstadt. Wann würde dies endlich einmal geändert werden können? Würde es sich überhaupt ändern lassen oder musste sie damit lernen zu leben, dass es so war?
Beitragvon MissDreamy » 14. Jan 2013, 03:25 Am nächsten Tag würde sie ihre Süsse zum Elternsprechtag fahren... Sie ertappte sich dabei, dass sie an ein Morgen dachte. War das ein zeichen? War sie nun befreit von der Depression, die sie 5 Jahre gefesselt hatte? Sollte sie doch ein Leben nach dem Tod ihres Ex-Verlobten haben? Er hatte ihr dazu geraten kurz vor seinem Tod. Sie sollte es unbe´dingt weiter machen mit dem Feminismus.... Er hatte recht behalten. Wie hatte er das vorraussehen können, was einmal aus ihr werden würde? Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 23. Jan 2013, 05:43 Würde sie doch nicht....!
Sie würde bleiben. Diesmal würde sie nicht umziehen. Sie würden eine gepflegte Freundschaft haben. Mehr konnte und wollte sie nicht mehr. Sie wollte ebensowenig jemand Neues in ihr Leben treten lassen. Alles würde so bleiben, wie es war und sich täglich ein bisschen ändern. Da war sie in keinster Weise unter Zugzwang, zu handeln.
Beitragvon MissDreamy » 28. Jan 2013, 00:07 Erst mal galt es, am nächsten Morgen pünktlich um 6.00 wach zu werden, damit sie Ute zur Essener Uniklinik zu einer Schönheitsnachkorrektur-OP bringen könnte. 4 Tage würde sie dort bleiben und von ihren anderen Bekannten abgeholt werden. Vielleicht liess es sich auch vorher nochmal einrichten, dass sie sie besuchen würde.
Was würde sie in der Zwischenzeit machen, auser sich nach einer Kölner Eigentumswohnung umzugucken für ihre langjährige Freundin, die des öfteren dann doch alles selbst in die Hände nehmen wollte? Würden sie dort zusammen ziehen? Würde sie nochmal ein WG-Leben wagen können? - Oder wollte sie doch alleine dorthin ziehen irgendwann? Es wären viele Dinge zu klären mit ihr. Vielleicht ja doch nicht so viele. Immerhin kannte sie sie am längsten von allen Freundinnen, die sie hatte. Da gab es schon einige Gewohnheiten bei ihnen, mit denen sie besser als mit anderen umzugehen gelernt hatte. Das hatte auch grosse Vorteile...!
Feststand: Sie brauchte diesen Ortswechsel, auch wenn sich bereits einige nur ungern von ihr verabschieden würden und auch ihr es schwer viel in einiger Hinsicht. Immerhin waren dafür fast 5 Jahre ins Land gegangen und 5 Jahre war Wasser durch den Rhein geflossen.
Langjährige Differenzen mit ihren Eltern würde sie auch nicht mehr aus dem Weg räumen können. Im Gegenteil: Sie waren Bestandteil ihres Lebens geworden. Einem Leben in einer Stadt, auf deren Veränderungen, die es fast kaum gegeben hatte, sie vielleicht nun doch nicht mehr so neugierig sein musste. Mit einer Frau, deretwegen sie hierher gezogen war und die nun andere Wege beschritten hatte. Ihre Wege hatten sich eben getrennt. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 29. Jan 2013, 23:44 Es hatte einige Anläufe gedauert, bis sie eine Freundschaft aus ihrer Kiste gemacht hatten. Aber es würde klappen, sie war sich sicher. Sie hatten viele gemeinsame Höhen und Tiefen gehabt und es hatte ihrer beider Leben geprägt. Über Veränderungen konnte sie schliesslich immer in ihrem Leben dankbar sein. Ihr Leben bestand geradezu aus der Kontiuität der Veränderungen.
Beitragvon MissDreamy » 4. Feb 2013, 00:59 Sie hatte ihren alten Bekannten in Köln besucht, den Städteplaner, der ihr daraufhin stolz seine Diplomarbeit von 1987 gezeigt hatte aus Holz, der Entwurf einer Stadt-masstabsgetreu. Sie redeten noch etwas über Köln und die Frauen und ihre gemeinsamen Neigungen des Ölmalens, bevor sie wieder zurückfuhr. Es hatte geregnet den ganzen Tag. Beide waren sie nun älter geworden in den letzten 13 Jahren und wollten gezielter leben. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 5. Feb 2013, 04:35 Gleich am nächsten Tag war sie wieder mit ihrer Süssen nach Köln gefahren, um einem anderen älteren Bekannten zu helfen, der einen heftigen Schlaganfall überlebt und ihr ans Herz gewachsen war in den letzten Jahren ihrer Freundschaft. Männer! Hatten sie doch stets diesselben Unfertigkeiten des Lebens nicht vergessen, dem anderen Geschlecht immer wieder gern zu überlassen: Den Haushalt. Einkaufen. Wäsche waschen. Spülen. Essen. Putzen. Es war einfach nicht zu fassen mit ihnen. Andererseits hatte er auch Qualitäten gehabt und ihr ein wenig Kölsch nähergebracht. Und männliches Kölsches Denken. Leicht vertrottelt, aber überschwenglich in Komplimenten, hochintelligent in der alphabetischen Buchstabengestaltung hatten sie über wikepedia gemeinsame Gesprächstthemen bis zur Politik gehabt. Nun wusst er jedoch nichts mehr von alledem, bzw. herzlich wenig. Sie würde es ihm wieder antrainieren. Zu Lehren hatte es ihr nie gemangelt, hatte sie erst einmal einen guten Freund in ihr Herz geschlossen. Neues Bettzeug sowie ein Kissen hatten sie ihm bei Strauss Innovation in der Stadt am Friesenplatz auch noch besorgt. Schliesslich sollte er sie noch ein Weilchen des Lebens begleiten! Darauf wollte sie bestehen. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 5. Feb 2013, 04:41 Noch zwei andere männliche Bekannte gab es derzeit in ihrem Leben: Von dem einen aus Porz hatte sich die Mutter am Jahresende verabschiedet. Sie kannte ihn nun seit 34 Jahren... Er war mehr ein stiller Vertreter und sehr ernst geworden... oder es schon immer gewesen, da war sie sich nicht so sicher. Ihn hatte das Leben sehr gezeichnet, als sie ihn zuletzt vor einigen Wochen besucht hatte. Dem anderen Bekannten hatte sie Anfang letzten Jahres aus seiner midlife crisis geholfen und beim Umzug unterstützt... Auch er war ihr sehr dankbar für alles, was sie für ihn tat.
Beitragvon MissDreamy » 11. Feb 2013, 17:20 Das eigentlich enttäuschende waren nicht ihre Liebeleien im Leben gewesen, sondern sie war jeglich von ihren Erwartungen an sie enttäuscht, die nicht in Erfüllung gegangen waren. Also von sich selbst. Am besten war es eh immer gewesen für sie, wenn sie nichts erwartete und an nichts dachte. Was sie erreicht hatte, hatte sie immer aus sich selbst heraus geschaffen. Ein Korb mehr von ihrer Ex machte ihr daher nichts mehr aus. Das noch andere auf sie warteten, war zwar tröstlich und stärkte ihr Selbstwertgefühl, aber vielleicht wollte sie auch gar nicht mehr verletztlich sein und aufs Äusserste der Gefühle gehen. Es war alles gut so, wie es sich für sie entwickelt hatte...
Beitragvon MissDreamy » 15. Feb 2013, 20:19 Sie hatte sich in der Stadt die üblichen Grippemittelchen gegen ihre Grippe besorgt, eingekauft, relaxt und gekocht und freute sich über den Spätfilm: Aimee&Jaguar, den sie bereits öfters gesehen hatte. Auch als er rauskam, war sie in Köln dafür ins Kino gegangen und er hatte bei ihr bleibenden Eindruck hinterlassen über Lesbenleben in der Kriegszeit.
Beitragvon MissDreamy » 15. Feb 2013, 20:21 Was nun sollte von allen Exen mental hinterbleiben? Welcher prägnante Satz würde passen? Den sie zu jeder hätte als Nachruf sagen können, so unterschiedlich sie auch gewesen waren. War es wichtig oder war das Gefühl der Verbundenheit, welches geblieben war, wichtiger? Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 15. Feb 2013, 20:23 Eins war klar: Es störte sie imgrunde nicht weiter in ihrem Fortleben, sondern sie versuchte, sie in ihrem Leben so zu introjezieren, dass sich ein neuer Sinn daraus ergab. Schliesslich glaubte sie an so etwas wie Schicksal und dass es eine Bedeutung hatte, wer gerade jeweils in ihr Leben getreten war und dass es immer Gemeinsamkeiten in irgendeiner spirituellen Weise gegeben hatte. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 15. Feb 2013, 20:27 Sie alle waren zu schweigenden Wegbegleiterinnen bei ihr geworden, je nachdem, wo sie sich gerade befand oder was sie damit verband, an gewisse Orte zurückzukehren. Und warum sie hier und nicht woanders hin gezogen war, lag auf der Hand. Auch, dass es diesen Grund immer weniger gab.
Warum eigentlich immer Gründe suchen, Erklärungen finden, sinnieren...
Da waren noch einige lebende Wesen, die sie umgaben, die aufgesucht werden wollten. Das stand fest. Würde es immer so weiter gehen oder würde sich die Welt der Wissenschaft oder des Arbeitslebens noch mal für sie öffnen? Auch, wenn sie offensichtlich überhaupt nicht mehr davon beeindruckt war? Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 15. Feb 2013, 20:31 Warum stand sie neuerdings immer vor Leinwänden und Farben und ertappte sich dabei, dass sie sich beim besten Willen nicht mehr in der Lage fühlte, drauf loszupinseln? - Es war nicht wirklich eine Blockade, diese immer wiederkehrende Sinnhaftigkeitsfrage. Sie wusste jedoch auch nicht, was sie damit zum Ausdruck bringen wollte. Schmerzbilder hatte sie genügend gemalt. Ebenso Landschafts und Entspannungsbilder oder Comic-Zeichnungen...
Beitragvon MissDreamy » 18. Feb 2013, 00:57 Einmal getrennt. Immer getrennt. Eigentlich gabs da nur Wiederholungen vom ersten Mal, immer etwas anders, aber diegleichen Schmerzen, die mit den Jahren immer schneller vergingen von Mal zu Mal. Es wurde auch immer weniger schmerzvoll. Warum also überhaupt noch Schmerzen? Ok, sie würde deswegen nicht gleich zur Frohnatur mutieren, das war ihr klar. Auch, dass ihr die Freude nicht mehr im Gesicht stand, wie früher, als sie noch jung, schön und dumm gewesen war.
Es war ihr alles auf jene schizoide Weise egal geworden beizeiten, von wem sie umgeben war, wenn sie sich nach draussen begab, dass es sie schon gar nicht mehr interessierte, die Wohnung verlassen zu müssen.
Beitragvon MissDreamy » 18. Feb 2013, 01:09 In solchen Momenten konnte sie sich selbst nicht ausstehen und auch die Gitarre, die seit einiger Zeit dumm in der Ecke stand, verstand es nicht mehr, ihren Gehörsinn auf die Probe zu stellen, um sie zu stimmen und ein belanglos-melancholisches Lied zu spielen oder sich in Griffen zu üben, um wenigstens etwas mit ihren Fingern anzufangen.
Beitragvon MissDreamy » 18. Feb 2013, 01:17 Da ihr Ex sich auf See bestatten lassen hatte, war auch er ein Teil des Wasserelements geworden. Noch galt es, die Fliehkraft beim Tod zu vernachlässigen und sich nicht ins All schiessen zu lassen. Vielleicht würde auch das einmal trendy. Dann würde die Erdkruste wenigstens nicht mehr so voller Vergangenheiten fremder Seelenwesen sprechen... Was bedeutete es schon, sich a la Madonna, die das Saubere bevorzugte und sich jedesmal eine eigene, neue Wohnung für ihre Unterkunft auf Konzerttouren bauen liess, von neuen Energieen umgeben zu sein und so zu tun, als spürte man den Tod auf dem Boden der Vergangenheit anderer Wesenheiten nicht? - Diesen Gedanken wollte sie jedoch nicht weiter zu vorgerückter Stunde vertiefen, da sie noch vorhatte, ein wenig zu ruhen bis zum Morgengrauen... Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 18. Feb 2013, 01:23 Klicke auf diese Leiste um das Bild in voller Größe anzuzeigen. Bild
Es war 2007 sein Machwerk gewesen. Er hatte sich zu sehr über alles aufgeregt: Seine 2. Scheidung, der Auftrag von Airbus, das neue Angebot von Boing. Die Finanzen. Geduldig hatte sie ihm bei all dem zugehört, was er ihr dazu noch alles vor seinem Tod erzählen wollte. Alle hatten sie ihm nochmal geduldig zugehört. Sie hatte bereits zu diesem Zeitpunkt geahnt, was ihr sein Verlust bedeuten würde. Und zeitgleich ihrer Affäre einen Korb gegeben. Nicht, um sie zu verlieren, sondern, um ihr klar zu machen, wie wichtig es dann doch war, wenn ein Mensch, der in ihrem Leben 23 Jahre eine Rolle gespielt hatte, sich plötzlich verabschieden musste. Es hatte gar nichts mit ihr zu tun gehabt. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 18. Feb 2013, 01:35 Das Brodeln der Senseo-Maschine beruhigte sie. Es würde wieder kälter werden und ihre Grippe war noch nicht vorbei. Sie hüstelte vor sich hin ständig auf der Suche noch Zukunftsgedanken. Natürlich hatte sie Termine in dieser Woche. Alle nicht wirklich wichtig. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 18. Feb 2013, 02:50 Wichtig... Was war wichtig? - Erst einmal würde es wohl wichtig sein, zu schlafen. Jedoch nicht bis an ihr Lebensende.
Eine Kreuzschiffahrt würde ihre Tante machen. Nach Dubai könnte sie auch einmal fliegen. Umziehen. Das war wirklich erst einmal wichtig. Schätzte sie. Göttin sei Dank war sie da nicht unter Zeitdruck. Gleich morgen würde sie einen Besichtigungstermin vereinbaren. Diese Entscheidung wollte sie nicht von irgendjemandem ausser sich selbst abhängig machen. Nie wieder würde sie der Liebe wegen umziehen. Sie wollte einfach weg aus dieser gottverlassenen, trostlosen Gegend. Ruhig genug war es ja hier, aber eben zu ruhig. Mit ihrer Vergangenheit hatte sie eh abgeschlossen...
In den letzten Jahren seit seinem Tod war es ihr schwer gefallen nach vorne zu gucken. Manchmal hatte es das nicht mehr gegeben.
Beitragvon MissDreamy » 24. Feb 2013, 22:04 Nachdem sie nunmehr seit 1 Woche eine hartnäckige Grippe auskuriert hatte, war bereits das Wochenende schon wieder Geschichte geworden. Es war Schnee gefallen und sie hatte hauptsächlich die Landschaft von ihrem Fenster aus beobachtet. Was natürlich auch keine Dauerlösung war und auch zu keiner führte, egal wie lange sie grübelte.
Beitragvon MissDreamy » 24. Feb 2013, 22:20 Momentan führte sie das Leben einer Hausfrau für eine Person: Sich selbst.
Wäsche waschen, Aufräumen, Bett beziehen, Einkaufen, Spülen, Kochen, Müll entsorgen, Putzen, Telefonieren, Surfen, TV gucken, selten verabreden, viel Zeit für sich.
War da vielleicht doch so etwas wie Alltag drinnen? Nie hätte sie geglaubt, dass frau auch als Hausfrau ein glückliches Dasein führen könnte....
Gelegentlich, wenn es Sommer werden würde, würde sie am Niederrhein wieder Pfunde abtrainieren und Radfahren oder Schwimmen gehen. Gelegentlich würde sie rausgehen in ein Cafe, sich verabreden, gelegentlich würde sie sich mit ihrer Ex treffen. Gelegentlich würde sie sich für Politik oder Kunst begeistern.
Beitragvon MissDreamy » 28. Feb 2013, 01:16 Was nutzte es, die Uhr noch einmal zurückzudrehen und bei 2007 anzufangen? Geschehenes konnte nicht ungeschehen dadurch gemacht werden.
Beitragvon MissDreamy » 1. Mär 2013, 11:23 Mit welchen Knalltüten, um Himmels Willen, gab sie sich denn nun ab?
Eine, die sich umoperieren lassen hatte und nicht von ihrer Frau loskam, sobald diese sie mit einem Essen beköstigte, eine andere, die immer wieder zu ihrer Mutter zurückging, um was Gescheites zu essen zu bekommen und die Null Ahnung von Partnerschaft hatte, eine, die keine Wohnung fand und seit ca. 30 Jahren danach suchte und sie selbst, die dies alles blockierte, um weiter zu kommen. Hätte sie Physik studiert, würde sie jetzt in ihrem Laborzimmerchen verschwinden und all diesen Knalltüten ein Schild vor die Nase hängen: Bitte nicht stören! Erfinde gerade ein wichtiges Experiment zum Fortschreiten der Menschheit. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 6. Mär 2013, 20:05 Erst gegen Mitte der Woche hatte sie Interesse, sich in die Zivilisation zu mischen.
Gut erholt tankten sie ein wenig Sonne in der Runde auf der Terasse nach einem leckeren Essen und ausnahmsweise schien einmal wirklich niemand ernsthafte Probleme lösen zu müssen.
Abschalten vor dem Panorama eines Ziergartens oberer Steuerklasse. Eintauchen ins Leben. Und das mitten in der Stadt. Es war auch nur in einer solchen Provinzstadt wie ihrer möglich. Vielleicht sollte sie doch ihren Lebensabend hier verbringen beizeiten... Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 11. Mär 2013, 23:42 Und wieder ein Wochenende in diesem Jahrtausend vorbei, dachte sie und freute sich, dass ihre Kölner Freundin sie besucht und beschenkt hatte. Was würde sie ohne sie bloss machen?
Was würde sie ohne ihre frische Ex hier noch sein wollen? Wo würde sie dann hin? Wieder drehte sich alles im Kreis gedanklich und bevor es das tat, erholte sie sich erst mal von ihren Erledigungen an diesem Montag und ergab sich dem wohlverdienten Schlaf. Es hatte wieder mal geschneit und der Winter war noch nicht vorbei, Tiere durften schliesslich auch Winterschlaf halten! Sie hatte soeben einen längeren chat mit ihrer Seelenverwandten beendet und war guter Dinge.
Beitragvon MissDreamy » 15. Mär 2013, 01:53 Sie hatte es nicht verschlafen und die Bombenentschärfung bei ihr um die Ecke war erfolgreich verlaufen, ihr Vater hatte sie kurzfristig aus dem Krisengebiet geholt und sie hatten sich gestritten, so dass sie in der Stadt ausgestiegen war und wütend die Tür zugeknallt hatte. Warum hört er nicht einfach auf, sie zur Versagerin auf der ganzen Linie zu erklären und warum wollte er immer alles besser wissen? Warum versuchte er immer noch, sie zum katholischen Glauben zu bekehren, geradezu zu diesem üblen Gedankengut der konservativ-verkommenen Kirche des katholischen Patriachats zu zwingen, welches Frauen wie ihr die unmöglichsten Dinge abverlangen wollten?
Sie beschloss, den Kontakt zu ihren Eltern nun endgültig zu beenden. Wie oft hatte sie dies schon gewollt in den letzten Jahren, warum war sie an ihren Heimatort zurückgekehrt nach all den Jahren? Hatte sie sich etwa eingebildet ihren Eltern im Alter helfen zu können? Es schien schlicht unmöglich... Es war ihnen nicht mehr zu helfen.
Wütend rannte sie in ein Kiosk und holte sich erst mal Zigaretten, um ihre Affekte zu regiulieren. Es war einfach nicht zum Aushalten das ganze Theater.
Rheinischen Sauerbraten hätte es gegeben, sie war mit ihrer Mutter verabredet gewesen...
Er würde es bis an sein Lebensende nicht lassen, sie und ihren "fürchterlich unchristlichen Lebenswandel" als Lesbe zu kritisieren. Sie würde ihn aufgeben, er war imgrunde nur ein starrer, intoleranter Sturkopf gewesen all die Jahre, hatte ihr Schachspielen und etwas Wissen beigebracht und in den letzten Jahren viele Reisen mit ihrer Mutter gemacht. Immerhin hatte diese es mit ihm ausgehalten.
Beitragvon MissDreamy » 15. Mär 2013, 02:04 Ihre Lebensgefährtin der letzten 5 Jahre hatte er schlichtweg nicht toleriert, ihre Kinder diskriminiert und ignoriert und wollte ihr damit das leben zur Hölle machen.
Was war mit ihm los? Womit hatte er tatsächlich Probleme? War er alt geworden und hatte sich geärgert, sich irgendwann verabschieden zu müssen und neidisch darauf, dass sie ihn überleben würde? Gönnte er ihr selbst das nicht? Für sie war es zu hoch, was mit ihm los war.
Noch nicht wieder abgeregt von diesen Gedanken hatte sie die Wohnung ihrer Freundin erreicht, die soeben von einem Termin mit ihrer Ältesten gekommen war und kurzentschlossen gingen sie Pizza essen.
Es war immer noch kalt und verschneit draussen.
Auch ihre langjährige Freundin konnte sich sein Verhalten nicht erklären.
Eins war klar: So ging es nicht weiter, dass sie sich immer noch von ihren Eltern beschimpfen liess.
Beitragvon MissDreamy » 15. Mär 2013, 02:10 Der neue Papst war gewählt und sie war enttäuscht, hatte sich jedoch imgrunde auch nichts davon versprochen. Es würde alles dort so weitergehen wie bisher und es war mit mehreren Kirchenaustritten in diesem Jahrzehnt zu rechnen, was die Kirche sich selbst zuzuschreiben hatte. Sie war bereits 1989 ausgetreten. Mit Überzeugung. Wegen des damaligen § 218 und der Nichtduldung Homosexueller und der unfairen Behandlung von Frauen allgemein in der katholischen Kirche.
In den letzten Jahren hatte sie sich sehr intensiv damit beschäftigt, wiedereinzutreten in die evangelische Kirche, die toleranter war. Beides jedoch waren irgenwie faule Kompromisse gewesen.
Gott brauchte keinen Papst. Gott war für alle da. Die Kirche als Institution war stets nicht von überzeitlichem Wert gewesen und als sie noch arbeitete, ärgerte sie sich über die verstaatlichte Kirchensteuer, die an die Zuhälter Afrikas gingen oder unnötige, vergoldetet Kirchenglocken. Nie war das Geld wirklich bei denen gelandet, die es brauchten, so schien es ihr oft.
Und nun die Skandale der Kirche, unabhängig von den Religionskriegen, die sie auf dem Buckel trug: Missbrauch, Pädophilie und Prostitution, zahlreiche Dinge, die nicht aufgedeckt waren und in ihrem Elend kein Ende fanden.
Nein! Das war schon lange nicht mehr ihr Weg, dem sie folgen wollte. Im Gegenteil: Sie war von alledem enttäuscht, aber es berührte sie nicht wirklich mehr.
Beitragvon MissDreamy » 15. Mär 2013, 02:40 Dennoch riss sie auch das alles nicht mehr so sehr vom Hocker. Und sie wusste, dass sie es bewältigen würde.
Sie war in jenem Alter angelangt, wo ihre Worte Früchte tragen würden. Die Hoffnung auf eine zukünftig hoffnungstragende Jugend der Kristallkindergneration, die gerade dabei war, sich fürs Leben zu rüsten, gaben ihr Kraft und Tapferkeit zu alledem. Sie glaubte an so etwas wie eine Zukunft für weitere Generationen von Menschen und machte sich darüber nicht wirklich Gedanken für ihr eigenes Leben. Auch nicht darüber, wie sie mit dieser Generation umging. Sie tat es einfach. Und es gefiel ihr gut, dass es auch in ihrem Leben zeitgleich mehrere Wegbegleitungen unterschiedlichster Generation gegeben hatte und weiterhin geben würde. Mit Unterbevölkerung hatte ihre Generation es wahrhaftig nicht zu tun. Schliesslich platzte dieser Affenplanet gerade aus allen Nähten vor Überbevölkerung.
Wenn überhaupt war es wegen des Patriachats verhindert worden. Da war sie sehr sicher, dass dieses die Kinderfreundlichkeit ganz von selbst durch ihre Greueltaten, Ungerechtigkeiten gegenüber ihrem weiblichen Geschlecht und Kriegsverbrechen abgeschafft hatte. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 21. Mär 2013, 04:37 Es wollte einfach kein Frühjahr werden. Obwohl es bereits Ende März war, sollte es wieder schneien zu Ostern. Die Heizung musste anbleiben.
Sie hatte ein paar Bekannte getroffen und es war nicht ungewöhnlich, wenn auch diese sich darüber beklagten und stimmungsmässig darunter litten. Politsche Ereignisse hatten sich überschlagen und es ging auf einen heissen Sommer zu, vielleicht würde das Frühjahr kürzer sein.
Wenn es irgendwoher geistige Anregungen gab in ihrem oberflächlichen Leben, wie sie es derzeit seit einigen Jahren führte, wartete sie vergebens, sie hatte sich ja auch bewusst davon zurückgezogen in ihre Provinzwahlstadt... Erst mal würde sie also doch in den nächsten Jahren hier wohnen bleiben. "Get stupid" ging ihr durch den Kopf und sie erinnerte sich an die Kundallini Meditationen. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 21. Mär 2013, 04:42 Um sie herum gab es einige Frauen, die sich für sie interessierten oder dann und wann mit ihr flirteten, aber sie ging nicht darauf ein und blieb distanziert höflich. Sie war noch nicht soweit, sich dafür zu öffnen. Denkbar war auch ein einfaches single-Dasein ohne Verpflichtungen. Erst mal ausruhen von all dem Ballast der letzten Jahre. Es war ein schwere Zeit gravierender Veränderungen für sie gewesen. Das musste schliesslich verdaut werden.
Noch immer hatte diese Provinzstadt den Beigeschmack fremder Vertrautheit. Aber: Sie würde bleiben. Es war eben nur äusserlich wichtig. Ihren inneren Kern hatte ihr das nicht nehmen können und sie war weiterhin umhüllt von den Schmerzen des Lebens. Ihre Langzeitdepression seit 2007 schien kein Ende zu nehmen. 5 Jahre war sie in äusserlichen Veränderungen verharrt, die sie im Nachhinein betrachtet alle nicht sonderlich bewegt hatten. Es waren ja auch nur Stolpersteine aus dem Weg zu räumen gewesen. Wohin das alles ging, war ihr noch nicht so klar. Klar war jeglich, dass das Leben mit dem Tod endete und sie es bis dahin geniessen wollte, zu sein. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 27. Mär 2013, 04:00 Zwei tage hatte sie nun einen Sloda Roomster zur Verfügung gehabt, mit dem sie sogleich zu ihrer besten Freundin nach Köln gefahren war. Doch diese war aus einem unerfindlichen Grunde verstimmt gewesen und wollte allein sein. So fuhr sie zu ihren zweitbesten Freundin, mit der sie in den letzten Kölnjahren seit ihrer Scheidung die schönsten Nachtorgien veranstaltet hatte. Taxifahrerin war diese gewesen und kam zu den unzivilisiertesten Zeiten meist nachts nach ihrer Fahrt noch auf einen Absacker zu ihr... Doch, es war immer lustig gewesen.
Beispielsweise waren sie nachts zur Tanke über die Amsterdamer Strasse gegangen und - wie sie fand - mutig war ihre zweitbeste Freundin direkt ohne Fussgängerampel über die Strasse gegangen, hatte zuvor noch gesagt: Quark, um die Uhrzeit kommt doch keine Bahn und kein Auto! (Es war 3.45 nachts) - Auch sie ging dann entgegen ihrer Gewohnheit mitten über die Strasse... Aus heiterem Himmel waren plötzlich sowohl Autos als auch Bahn in der Strassenmitte aufgetaucht und beide hatten sie sich darüber kaputtgelacht.
Sie war immer noch irgendwie angenehm erfrischend gesund in der Seele geblieben. Sie hatten sich viel zu erzählen, da sie sich seit ca. 3 Jahren nicht mehr gesehen hatten, auch wenn sie die ganze Zeit über Kontakt übers internet und handy gehabt hatten. Anna hatte ihr über die schwere Zeit der Scheidung hinweggeholfen und stand mitten im Leben. Und immer noch wirkte sie sehr gesund auf sie, obwohl sie mittlerweile unter Epilepsie litt und nur noch begrenzt an einer Tanke arbeiten ging. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 8. Apr 2013, 22:18 Sie hatte ein turbulentes we hinter sich gelassen und war in Essen gewesen... Bei einer Bekannten.
Vorläufig würde sie mit ihrer Geliebten erst mal eine Freundschaft weiterhin haben. Der Unterschied zu anderen Frauen war der, dass sie nun schon recht trotz Auf und Abs dennoch immer wieder zusammen gefunden hatten. Das gab ihr die Zuversicht, dass dies nun auch wieder so sein würde. Es war eben nicht immer alles perfekt in ihrem Leben, so auch die Liebe. Sie würde daran arbeiten. War es doch eins der schönsten Nebensachen der Welt, die sie bewegten und ihr den täglichen Pep gab und gegeben hatte.
Erst mal wieder im Hier und Jetzt landen und die Ruhe geniessen. Es war ein zufriedenstellender Tag gewesen, selbst, wenn sie nur zu Hause geblieben war und sie nichts rausgetrieben hatte. Sogar auf den Einkauf hatte sie verzichtet, schliesslich wollte sie eh ein wenig abspecken.
Beitragvon MissDreamy » 16. Apr 2013, 03:48 Auch das darauffolgende we war recht nett gewesen und sie hatte den tag drauf gechillt, um erst mal wieder in der Gegenwärtigkeit Kräfte zu tanken.
Beitragvon MissDreamy » 18. Apr 2013, 01:06 Es waren ihren ver und beachtlichen Jobs, die sie immer wieder gedanklich einholten zwischendurch. Sie würde nicht mehr konventionell Arbeiten können... Es war immer klarer absehbar, wohin dies führte. Ihre gesamten Reinzeichnungen waren für die Tonne gewesen. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 23. Apr 2013, 00:14 Eines hatte sie nach dem ganzen Tralala und hin und her mit ihrer bisherigen Partnerinnen gerettet: Ihre Freiheit. Eine Ehe würde immer für sie zum Gefängnis mutieren über kurz oder lang.
Beitragvon MissDreamy » 25. Apr 2013, 12:14 Internet hin und her... Wofür gabs den Off-Schalter, fragte sie sich müde und machte erst am gründlich Augenpflege.
Beitragvon MissDreamy » 11. Mai 2013, 20:11 Der Tag ging zur Neige und sie würde es vorziehen, für heute ihre Lektüren und Telefonate zu beenden... Es konnte eben nicht jeder Tag aufregend sein.
Beitragvon MissDreamy » 21. Jun 2013, 01:54 Es waren ihr viel Menschen mit vielen Problemen über den Weg gelaufen, sie hatte sich mit Seidenmalerei ablenken kennen, ihre Ängste vor Menschen waren geblieben. Es war nicht mehr ihre Welt, dort in der Mitte stehen zu wollen. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 25. Jun 2013, 23:42 Bei Kommunikation ging zwar die Zeit schneller vorbei und sie bekam regelmässig danach ein Feierabendgefühl, aber, es begann sie einfach zu schlauchen, dies regelmässig tun zu müssen.
Beitragvon MissDreamy » 30. Jun 2013, 01:29 Manchmal kroch sie hervor, wie eine neugierige Skorpionin, die noch nicht geflucht hatte, tat dies und zog sich wieder zurück in ihren nasskalten, dunklen Höhlenspalt.
Beitragvon MissDreamy » 17. Jul 2013, 22:18 Die Sonne der Liebe war vorrübergehend mal wieder in ihrem Leben aufgetaucht und sie hatte es ungemein genossen, wie das Gerede diesmal verstummt war... Endlich frei!
Beitragvon MissDreamy » 17. Jul 2013, 22:46 Gepflegter Wahnsinn im Tumult der Lebensenergien begleitete derzeit ihr führerloses Seelengerüst. Sie liess es fliessen und stand im Fluss. Alles, was geschah war vollkommen in Ordnung. Und während sich die Beziehungskarussells um sie herum weiterdrehten, verharrte sie für ein Weilchen in diesem götterlosen Kindergarten, um sich vom Aussen zum Innen leiten zu lassen, obschon ihr klar war, es sollte bei ihr umgekehrt gewesen sein. Verrückte Welten der Seelentiefen erfuhren gnadenloses Zucken im Äon und liefen ins kalte Gewässer des Sommers, der dann auch wieder vorbei sein würde, aber daran zu denken war derzeit ebenso fern wie ein Paralleluniverum. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 17. Jul 2013, 23:17 Ein fremdgesteuertes Wesen war sie ebensowenig wie sie selbst. Darum gings aber nicht. Worum dann? Um selbstreflektiertes Denken? Am Ball bleiben? Woanders hingehen und neu anfangen? Flüchten? Gabs überhaupt eine Fluchtmöglichkeit und woraus würde diese bestehen. Lauter armselige Kreaturen, alle ein Säckchen Pech mit sich tragend, tot, wie lebendig... Schnell war ihr klar: Das war kein gutes Versteck.
Sie atmete kräftig durch ohne zu merken, wonach es roch. Hätte sie einen Dauerlauf gemacht, würde sie wieder alles riechen, was würde das ändern im Vergleich zu ihrer Rauchgewohnheit mit der sie sich Luft verschaffte? Wo würde noch Sauerstoff zu finden sein in einigen Jahren? Ok. Darum machten sich andere Gedanken... Sie vergass soeben ihr Forscherziel, schwingte sich in den alten Buick und fuhr gen Meeresrauschen. Der Tod würde sie niemals mehr einholen können, sie legte es schon lange nicht mehr drauf an, mit ihm ein Wettrennen zu veranstalten.
Leben würde sie, was das Zoichs hält, die Zeiten wurden kürzer dafür. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Zeit war immer vergangen ohne tatsächliches Zeitbewusstsein. Diese elendige Erfindung der menschlichen Dimensionen ödete sie mittlerweile so dermassen an, wie das Zirpsen der Grillen in Afrika, hätte sie dort ihren Lebensabend verbracht.
Beitragvon MissDreamy » 31. Jul 2013, 02:06 Nach besinnlichen 2 Wochen ging sie wieder der Unregelmässigkeit ihres Alltags entgegen, den sie auch so nicht mehr missen wollte, Regelmässigkeit war in diesem Jahr nicht ihr Ding. So gab es beispielsweise auch keine regelmässige Sendung, die sie im TV verpassen würde. Es war der reinste Zufall, dass sie bald regelmässig morgens wach und nachts müde geworden war...
Aus ihrem Nachtleben war eine unregelmässige Ausnahme geworden. Ihre psychotischen Gedankensprünge hatte sie ein Weilchen abgelegt, um normativ korrekt zu denken. Wie sie Normen doch hasste, sie musste erst wieder lernen, sie zu lieben. Routinedinge wie Müll entsorgen, Haushalt und Einkaufen, Telefonieren mit ihrer liebsten Freundin erledigten sich da in einer gewissermassen undurchdachten Reihenfolge. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 31. Jul 2013, 02:11 Der letzte ONS hatte sie nicht sonderlich aus der Bahn geworfen und so ging sie wieder ihrem Alltagsleben nach. Auch Spuren würde er nicht hinterlassen, sie waren einfach auseinandergegangen, so wie sie sich getroffen hatten.
Beitragvon MissDreamy » 17. Aug 2013, 05:58 Zunächst jedoch war der üblich gruselige Alltag wieder eingekehrt.
Das Wochenende stand bevor und sie hatte noch keine konkreten Pläne... Sie liess es auf sich zukommen und trank erst mal ihren wohlig duftenden Senseo. Die Morgendämmerung hatte längst ihren Verlauf genommen und ihr war klar: So könnte es nicht weitergehen. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 25. Aug 2013, 02:40 Es war wohl eher ein apres deux gewesen, was sie noch mal hatten aufwärmen wollen, aber es war nicht weitergegangen zwischen ihnen, alles hatte nicht mehr gepasst und so war sie nach 1/2 Jahr Kaugummitrennung wieder in ihrem Element als Eremitin.
Besser so. Sagten alle. Auch, wenn sie darauf nie so grossen Wert gelegt hatte. Vielleicht hatten sie Recht gehabt: Es gab zu grosse Unterschiede zwischen ihnen, zu wenig Gemeinsamkeiten.
Beitragvon MissDreamy » 25. Aug 2013, 20:10 Sie waren nach Holland gefahren, einen Bekannten abholen mit seiner Tochter und deren Freundin. Als sie den Campingplatz samt Campingwagen in Roermond erreicht hatten, war der Bekannte damit beschäftigt, den Campingwagen abzudecken und die Räder, mit denen er eine Radtour gemacht hatte, auf seinen Wagen zu laden.
Auf der Rückfahrt hatte sie die beiden Mädels im Wagen, während ihre Bekannte mit ihrem Bekannten in dem anderen Wagen fuhren. Selten war es ihr widerfahren, dass sie 2 12-jährige Mädchen im Auto mitgenommen hatte. Sie wollten wissen, was sie mal werden sollten und die Literatin der Moderne erzählte ihnen geduldig, was sie gemacht hatte und hörte ihre neugierigen Ohren dabei. Auch sie wollten das grosse Latinum und Abitur machen und studieren.
Whatsapp und ipad waren ihnen natürlich kein Fremdbegriff und die Literatin der Moderne merkte ihr Altern. Dass sie mit vielen neuen Techniken gar nicht mehr so up to day war, schien die Mädels nicht zu stören. Sie unterhielten sich noch etwas über die Schulferien und waren sichtlich erfreut, wieder zu Hause zu sein.
Beitragvon MissDreamy » 27. Aug 2013, 23:33 Ein Tag ganz nach ihren Vorstellungen:
Erst morgens viel telefonisch regeln für die Finanzen, dann Eltern und Schwester besuchen, Bekannte besuchen in Rheydt und anschliessend war sie mit einer Ex aus Köln dort in ihr Stammlokal (http://www.koeln-journal.de/index/seite ... digo1.html) am frühen Abend in den Biergarten ausgegangen. Doch netter Tag. Musste auch mal sein, Kontakt zu Exen zu halten. Das hatte sie sehr schleifen lassen, seit sie nicht mehr in Köln wohnte. Aber ab und an konnte sie sich diese Ausbrüche leisten mit einem geliehenen Auto. Deutsche Welle A.D., CAD-Fachkraft und Verkehrsplanerin in Köln A.D., Projektleitung für Energie und Verkehr bis 2008 (Feministische Partei Die Frauen), Autorin, Feministin, Menschenrechtlerin u. Administratorin, Netzwerkerin Virtuelle Referenzen-Meine Archivforen seit 2004: http://feminismus.forumo.de/ (2010- andauernd) http://genderstreamsfrauen.forumo.de/portal.php (2009-2011) http://rheydt-online.forumo.de/portal.php(Rheydt-Online) http://www.razyboard.com/system/index.ph...nette(2004-2007)
Beitragvon MissDreamy » 5. Sep 2013, 21:41 Mit dem Auto nach Köln fahren, das war noch ihr bester Skill, um wieder runter zu kommen.
So war sie auch in dieser Woche wieder zu einer Frau gefahren, die sich urplötzlich eingestanden hatte, dass sie sich in sie verliebt hatte. Sie hatte es sich einfach nicht getraut, es ihr vor 5 Jahren, als sie weggezogen war, einzugestehen. Vor 5 Jahren waren so einige traurig, dass sie gegangen war...
Anna war 4 Jahre jünger, kinderlos, hatte zwei Hunde und sie kannten sich bereits seit 2004, 9 Jahre also.
Was war das nun so plötzlich?
Als sie wieder in Mönchengladbach ankam, musste sich erst mal alles bei ihr setzen. Nein, damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Mit allem anderen ja, aber damit?